Die pornographische Darstellung einer Marzipanschokolade
Verheißungsvolle Mandelkaskaden stürmischer Vorausahnung der durchlauchtigsten Aromenpracht fegen meiner übermannten Zunge um den muskulösen Leib. Zum Griffe ein U formend nähert sich meine rechte Hand dem Objekt der Begierde - jener vor mir liebreizend ausgestreckten Materia glückseligste Gaumen geifernd machender Geschmacksfülle. Zielstrebig drückt sich mein Mittelfinger von hinten in ihren schlanken Körper. Zum Angelpunkte gereichend eilt der Zeigefinger hinzu, während mein Daumen sich von vorne an ihrem herrlich appetitlichen Leib zu schaffen macht. Unter der sengenden Glut meines hungrigen Verlangens lässt sie sich bald erweichen und beginnt heftig zu schwitzen. Vor schierer Ergriffenheit sachte zerfließend benetzt sie mich mit dem schmierigen Saft ihrer verführerischen Süße. Forsch rupfe ich der Schmelzenden das kleine Stück aus dem anschmiegsamen Leibe, welches meine Finger bereits eisern umklammert halten. Lüstern reiße ich die Beute empor und schwenke das zarte Exemplar himmelschreiender Köstlichkeit unter meinen angelweit geblähten Nüstern, die ihrem hilflosen Opfer ein ganzes Universum paradiesisch delikater Duftschwaden ungestüm schlürfend aus dem anmutigen kleinen Körper saugen.

Marzipan, oh Marzipan, gelobtes Ziel meines Trachtens, Quell Du meines Schmachtens! Gesegnet jener Mantel, der schokoladig schützend Dich umgarnt! Begnadet die Kakaobutter, die seinen Leib durchformt! Meinem Atem nehme ich Dich, süßer Schatz, denn im Munde ist Dein Platz! Den Blick in Äonen schweifend, in mir Wonne reifend hebt sich sacht mein Haupt. Immer noch zischt die Atemluft, das gepriesene Aroma zu entrücken in meiner Nase Schoß. Innig kosen meine Lippen den köstlichen Gast an ihrer feuchten Pforte. Weiter schlüpft der schlanke Leib in meinen Mund. Und schließlich thront mir der Brennpunkt aller kulinarischen Gier bequemlich auf der Zunge - neckisch des Verspeisens gewiss mich mit Süße reizend, die sich aus seinem Innersten über meine willigen Geschmacksknospen ergießt. Lustvoll verdunkeln schließende Lippen das delikate Schauspiel. Der Vorhang ist gefallen, betörende Süße flutet mein Denken. Schokolade macht meine Neigungen gefügig. Und endlich krönt mein Jubel den fürstlichen Augenblick, da sie langsam weicht und bringet mir das Jauchzen bei, denn der Kern ist nah!!! Oh Marzipan, Du bist dran und lässt das edle Schmecken freudig mich entdecken! Der gebieterische Taumel maßloser nie zuvor gekannter Genussstürme, die hungrig jede überlegung verschlingen und, was zuvor ich war, niederwalzen mit tosenden Synapsenräuschen ihrer strotzend gigantischen epochal geschmacklichen Majestät, zieht allmählich davon, lässt nun schon der Lüste Lohn versickern sacht. Es ist vollbracht...